Berlin - Aufklärer des Bundeskriminalamts observierten heute, am 28.
März 2009, eine Demonstration, die unter dem Motto "Wir zahlen nicht
für eure Krise!" stattgefunden hatte. Die durch Kriminaldirektor Funke
(BKA) entsandten Beamten ermitteln gegen die "Militante Gruppe" (mg)
und beobachteten heute vor allem Menschen, die sich auf der
Demonstration mit der mg solidarisierten.

Am 8. Oktober 2008 wurde im dritten Prozesstag im sogenannten
"mg-Prozess" bekannt, dass Kriminaldirektor Funke vom Bundeskriminalamt
Richter Hoch, der vorsitzende Richter im mg-Prozess, mitteilte, dass an
der Verhandlung zivile Beamte des Bundeskriminalamtes (BKA) teilnehmen
würden. Dies diene "Fortbildungszwecken" und der "Lageerkundung".
Mindestens zwei Personen, die den Prozess beobachteten, wurden
observiert bzw. fotografiert. Zudem wurde aus einem PKW heraus die
ProzessbeobachterInnen vor dem Gerichtsgebäude beobachtet. Heute waren
genau diese "zivilen Ermittler", die den mg-Prozess beobachten, an der
Observation von DemonstrantInnen der sogenannten "Krisendemo"
beteiligt. Zusammen mit PolizistInnen des Landeskriminalamts Berlin,
die ebenso in ziviler Kleidung auftraten, beobachteten sie
DemonstrantInnen die sich solidarisch mit der Militanten Gruppe
zeigten. Sie bewegten sich unter anderem neben und in dem Block aus dem
mehrfach und kollektiv "Militante Gruppe - Das Salz in der Suppe"
gerufen wurde. Als auf dem Alexanderplatz die Einsatzhundertschaften
der Berliner Polizei DemonstrantInnen angriffen beobachteten die
BKA-Ermittler amüsiert das geschehen. Begleitet wurden zumindest zwei
BKA-Beamte von Joachim Hass, der Leiter der Berliner
Versammlungsbehörde. Da ich keine Mittel zur Dokumentation dabei hatte,
sprach ich VertreterInnen der kommerzielen Medien an, um die Situation
in Bild und Ton festzuhalten. Ich machte auch den
Bundestagsabgeordneten Hans-Christian Ströbele auf die Observation
aufmerksam. Ströbele zeigte sich sehr freundlich und erklärte mir die
Rechtslage. Anschliessend bemerkte ich, wie ein uniformierter Polizist
mit dem taktischen Zeichen "1T23 oo" auf dem Rücken, geschützt von
einer Kollegin, mich auffällig und lange abfilmte. Zu dieser Zeit stand
ich auf einen ansonsten leeren Platz und unterhielt mich mit einer
neutral gekleideten Person. BKA glaubt selbst nicht an Existenz der mg
Peter 28.03.2009 - 19:46

Wie heise.de berichtet, wurden zum Beispiel einige der mg-Flugblätter
vom BKA selbst verfasst. Das BKA fakt sich selbst "Terroristen" herbei,
um die Finanzierung etc. zu rechtfertigen
Quelle: indymedia 28.3.09 http://de.indymedia.org/2009/03/245398.shtml
AutorIn: Roland Ionas Bialke
Links:
[1] http://de.indymedia.org/2009/03/245398.shtml
Quelle: stattweb.de | 29.03.2009 | http://www.stattweb.de/baseportal/NewsDetail&db=News&Id=4875
https://einstellung.so36.net/de/ps/1364